Geschäftsplanung mit ExcelUmsatz, Materialeinsatz und Rohertrag für die zukünftigen drei Jahre planen

Planen Sie für die folgenden drei Jahre, welchen Umsatz Sie erzielen wollen oder können und welcher Materialeinsatz dafür notwendig ist. Grundlage ist der Durchschnittswert der Vergangenheit. Aus Ihrer Planung wird der Rohertrag für alle einzelnen Planungseinheiten berechnet.

Umsatzplanung für das aktuelle Planungsjahr

Die Planung der zukünftigen drei Jahre basiert auf der bisherigen Entwicklung, die Sie erfasst haben. Dazu wird aus den Ist-Werten für Umsatzerlöse, Materialeinsatz und Rohertrag ein Mittelwert für die vergangenen drei Jahre berechnet und als Basiswert für die Planung der Folgejahre genutzt.

Sie legen fest, um wie viel Prozent der jeweilige Umsatzerlös für die einzelne Umsatzkategorie und für den jeweiligen Monat steigen soll oder fallen wird. Bleibt der Umsatz wie im Basisjahr (Mittelwert), dann tragen Sie 100 % ein. Soll der Umsatz um 50 Prozent steigen, tragen Sie 150 % ein (siehe folgende Abbildung). In der Tabelle wird damit der geplante Umsatz in Euro pro Monat und pro Umsatzkategorie berechnet.

Planung Umsatz für das aktuelle Planungsjahr (Ausschnitt aus dem Excel-Tool für die Geschäftsplanung)

Materialeinsatz für das aktuelle Planungsjahr

Dann planen Sie den Materialeinsatz für das aktuelle Planungsjahr, indem Sie den Materialeinsatz prozentual vom geplanten Umsatz eintragen (Materialeinsatzquote). Wenn Sie also 30 % für die Materialeinsatzquote eintragen, heißt das, dass Sie damit rechnen, dass 30 Prozent des geplanten Umsatzes für den Materialeinsatz (zum Beispiel in Form von Einkaufsmaterial) benötigen.

Auch hier können Sie die Werte eingeben für die einzelne Umsatzkategorie und für den einzelnen Monat. In der Tabelle wird damit der geplante Materialeinsatz in Euro pro Monat und pro Umsatzkategorie berechnet (siehe folgende Abbildung).

Planung Materialeinsatz für das aktuelle Planungsjahr (Ausschnitt aus dem Excel-Tool für die Geschäftsplanung)

Berechnung des geplanten Rohertrags

Aus dem geplanten Umsatz für das aktuelle Jahr und aus dem Materialeinsatz und der Materialeinsatzquote wird der Rohertrag für den jeweiligen Monat berechnet – in Euro und als Prozentwert (siehe folgende Abbildung).

Planung des Rohertrags für das aktuelle Planungsjahr (Ausschnitt aus dem Excel-Tool für die Geschäftsplanung)

Planung für die Folgejahre

Für das kommende und das darauffolgende Jahr (t+2 und t+3) wird eine Planung auf Monatsbasis kaum möglich sein. Denn viele Faktoren, die die Entwicklung beeinflussen können, lassen sich über diesen Zeitraum nicht vorhersehen.

Deshalb erfolgt hier die Planung der Umsätze, des Materialeinsatzes und des Rohertrags im Zeitraster Quartale (für das Jahr t+2) und für das Gesamtjahr (t+3). Die folgende Abbildung zeigt die Darstellung im Excel-Tool für die Planung der Umsatzerlöse der Folgejahre.

Planung für das zweite und dritte Jahr für Quartale und für das Gesamtjahr (Ausschnitt aus dem Excel-Tool für die Geschäftsplanung)
Praxis

Planen Sie den Umsatz und den Materialeinsatz für die zukünftigen drei Jahre. Das ist die Grundlage für Ihre Geschäftsplanung. Die Planzahlen ergeben sich aus Ihren Einschätzungen zum Marktpotenzial, zu den Herstellkosten und der Preisentwicklung bei Ihren Lieferanten.

Zudem zeigen Sie mit Ihrer Planung, welche Ziele Sie erreichen wollen. Diese Zielplanung muss mit denjenigen abgestimmt sein, die für die Zielerreichung verantwortlich sind oder dazu beitragen sollen – zum Beispiel Vertrieb, Produktmanagement oder Geschäftsbereichsleitung.

Prüfen Sie, welche Veränderungen beim Umsatz und Materialeinsatz Sie vorhersehen und erwarten. Zum Beispiel durch Effekte wie:

  • Produkt wird aus dem Programm genommen
  • Niederlassung wird erweitert
  • Promotion und Vertriebsaktionen werden durchgeführt
  • Fertigung wird an Lieferanten ausgelagert
  • Preise mit Lieferanten werden neu verhandelt

Nutzen Sie das Excel-Planungs-Tool, um Ihre Ziele und Pläne in Zahlen zu Umsatz und Materialeinsatz abzubilden.

Hinweis: Im zweiten Excel-Tool können Sie weitere Kostenarten für die einzelnen Planungseinheiten erfassen. Indem Sie beispielsweise Personalkosten, Betriebskosten und Abschreibungen auf der Ebene der Planungseinheiten betrachten, können Sie neben Rohertrag auch EBITDA und EBIT berechnen. Diese und weitere Kennzahlen werden dann als Diagramm dargestellt.

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