Quality Function Deployment (QFD)Anwendung Quality Function Deployment und Beispiele für das House of Quality

Die Beispiele in diesem Abschnitt sollen sichtbar machen, wie ein House of Quality für unterschiedliche Produkte aussehen kann. Dabei wird deutlich, welche Informationen im Rahmen von QFD erhoben und analysiert werden müssen. Zudem zeigen sich Anwendungsbereiche und Möglichkeiten der Methode.

Quality Function Deployment bei der Produktplanung

Quality Function Deployment (QFD) wird eingesetzt, wenn es darum geht, Produkte zu konzipieren und zu planen. Damit kann aus einer Produktidee ein Produktkonzept werden, in dem die einzelnen Funktionen, Eigenschaften und Merkmale des Produkts beschrieben sind. Mit QFD soll sichergestellt sein, dass das Produkt die Kundenanforderungen bestmöglich erfüllt.

Zudem können bestehende Produkte mithilfe der Methode QFD überarbeitet und verbessert werden. Dazu werden die bestehenden Produktfunktionen und Produktmerkmale mit den Kundenanforderungen und den Leistungen der Wettbewerber verglichen, um genau die Elemente des Produkts zu identifizieren, die verbessert werden sollten, weil sie den größten Beitrag zur Kundenzufriedenheit leisten.

Im Einzelnen lassen sich folgende Anwendungsbereiche für QFD nennen:

  • für eine Produktidee ein Produktkonzept entwickeln
  • Facelift eines Produkts planen
  • Verbesserungen für den Produktrelaunch planen
  • Nachfolgeprodukt entwickeln
  • neue Produkte zur Erweiterung des Produktsortiments entwickeln
  • erfolgreiche und weniger erfolgreiche Produktvarianten identifizieren

Dienstleistungen und Serviceangebote mit QFD planen

Mit Quality Function Deployment lassen sich nicht nur materielle Produkte konzipieren, planen und entwickeln. Diese Methode ist genauso für Dienstleistungen und Serviceangebote, immaterielle Produkte, geeignet. Denn Kundenanforderungen und Kundenerwartungen lassen sich auch für Dienstleistungen formulieren. Allerdings müssen die Dienstleistung und der Service in einzelne Elemente oder Komponenten zerlegbar sein, die sich dann jeweils einzeln gestalten und verbessern lassen.

Welche Aufteilung möglich ist, hängt von der Art der Dienstleistung ab – es gibt unzählige. Ein Beispiel für beratende Leistung sind diese Komponenten:

  • Know-how der Person, die berät
  • Freundlichkeit und Auftreten der Person
  • technische Hilfsmittel, die dabei eingesetzt werden
  • Umfeld, Raum, Ambiente, in dem die Dienstleistung erbracht wird

Weitere Kapitel zum Thema