Interkulturelle Teams führenGründe für interkulturelle Teamarbeit und neue Führungsaufgaben

Warum werden Teams in Unternehmen immer vielfältiger, internationaler und interkultureller? Welche Vorteile hat diese Diversity? Und was kommt damit auf Führungskräfte zu? Führungskräfte beeinflussen, ob Teammitglieder unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten erfolgreich zusammenarbeiten oder nicht. Sie müssen deshalb neue Herausforderungen bewältigen.

Vielfalt und Diversity für mehr Erfolg in Unternehmen

Die Besten in einem Team zusammenbringen, unabhängig von Nationalität und Kultur oder sie gerade deshalb zusammenbringen – das gehört in vielen Bereichen der Gesellschaft zur Normalität und verspricht auch für Unternehmen Erfolg.

Viele Unternehmen sehen in einer Belegschaft mit vielfältigen kulturellen Hintergründen Chancen für die Kundengewinnung und die Markterschließung. Sie versprechen sich mehr Attraktivität als Arbeitgeber und wollen damit leichter knappe Fachkräfte finden. Deshalb setzen sie auf mehr Diversity und Vielfalt im Unternehmen und in den einzelnen Teams.

Allerdings sind damit auch Herausforderungen verbunden: Die Zusammenarbeit und Routine darf unter der Vielfalt nicht leiden und Führungskräfte müssen Integrationsarbeit bewerkstelligen, bis ein gemeinsames Verständnis entwickelt ist. Dabei unterstützt sie das interkulturelle Personalmanagement im Unternehmen.

Die vier wichtigsten Vorteile interkultureller Teams

Viele Unternehmen betonen die Vorteile, die sie davon haben, wenn sie Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen oder Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigen. Zu den Vorteilen zählen insbesondere:

1. Mehr Kundennähe

Wenn sich die Heterogenität der Kunden eines Unternehmens in der Mitarbeiterstruktur widerspiegelt, erhält das Unternehmen zielgruppenspezifische Informationen und kann so bessere Angebote für unterschiedliche machen. Es entsteht eine größere Nähe zum Kunden, wodurch die Kundenbindung gestärkt wird und die Wettbewerbsfähigkeit steigt.

2. Bessere Problemlösungen

Die Fülle unterschiedlicher Perspektiven hilft bei der Problemlösung und fördert die Kreativität, die für Innovationen unerlässlich ist. Wachstumspotenziale können so entfaltet werden.

3. Weniger starre Routinen

Ein interkulturelles Team kommt einfacher zu vielen verschiedenen Ansätzen, Alternativen, Lösungswegen und Erklärungen. Starre Routinen und verkrustete Verhaltensweisen lassen sich leichter auflösen. Der Grund: Einzelne Teammitglieder passen ihr Verhalten in interkulturellen Teams weniger an das der anderen Teammitglieder an, sie lassen sich weniger von der Mehrheit in ihren Ideen und Entscheidungen beeinflussen.

4. Bessere Qualität

Die Qualität von Lösungen ist in interkulturellen Teams häufig besser. Sie verfügen über einen größeren Wissensschatz als homogene Teams. Zum Beispiel bringt ein kulturell vielfältiges Management aus verschiedenen Erfahrungshintergründen Wissen über regionale Märkte mit. Außerdem sind sie oft auch international besser vernetzt.

Es ist nicht eindeutig geklärt, ob homogen oder heterogen zusammengesetzte Teams besser sind. Die Ergebnisse mehrerer empirischer Untersuchungen zeigen aber: Interkulturelle Teams erbringen entweder viel bessere oder viel schlechtere Leistungen als monokulturelle Teams.

Vor allem Führungskräfte beeinflussen, ob Teammitglieder unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten erfolgreich zusammenarbeiten oder nicht.