Fuhrparkmanagement und Fuhrpark-ControllingAufgaben im Fuhrparkmanagement

Das Fuhrparkmanagement im Unternehmen sorgt dafür, dass sämtliche Fahrzeuge wirtschaftlich genutzt werden und für alle Prozesse ausreichend Transportkapazitäten zur Verfügung stehen. Das Fuhrparkmanagement umfasst eine Fülle von Aufgaben, die hier erläutert sind.

Wofür braucht es ein Fuhrparkmanagement?

In Unternehmen kommen die unterschiedlichsten Fahrzeuge zum Einsatz. Sie dienen dem Transport von Gütern und Personen. Und oft sind sie notwendig, damit Prozesse überhaupt durchgeführt werden können und dann wirtschaftlich ablaufen. Wenn ein Fahrzeug im Prozess ausfällt, kann der Prozess zum Stillstand kommen – mit hohen Ausfallkosten oder anderen negativen Folgen für das Unternehmen.

Zudem müssen die Fahrzeuge beschafft, betrieben, gepflegt und repariert werden. Das führt zu Kosten. Das Fuhrparkmanagement muss dafür sorgen, dass die Kosten nicht höher sind als notwendig und dass Einsparpotenziale genutzt werden. Dazu muss es die Schwachstellen bei der Investition und beim Betrieb der Fahrzeugflotte identifizieren und beseitigen.

Welche Bedeutung der Fuhrpark und damit auch seine Planung und Steuerung (Management) haben, hängt von der Art des Unternehmens, von der Branche, von der Prozessgestaltung, von den Standorten und anderen Faktoren ab. Für eine Spedition ist das Fuhrparkmanagement das entscheidende Kerngeschäft. Auch für Handwerksbetriebe mit vielen Fahrzeugen im täglichen Einsatz kann das Fuhrparkmanagement ein kritischer Erfolgsfaktor sein. Für eine Unternehmensberatung sind die Fahrzeuge (Pkw) mehr ein Motivationsfaktor für die Beraterinnen und Berater.

Fuhrparkmanagement für den überbetrieblichen Transport von Gütern oder Personen kann demnach folgende Bereiche umfassen:

  • Dienstwagen oder Geschäftswagen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein Fahrzeug aus dienstlichen Gründen mehr oder weniger benötigen und von ihrem Unternehmen dafür ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekommen, das sie auch privat nutzen können; zum Beispiel im Außendienst.
  • Fahrzeuge im Bestand des Unternehmens, die für spezielle Zwecke ausgestattet sind und ausschließlich für geschäftliche Zwecke von unterschiedlichen Mitarbeitern genutzt werden; zum Beispiel Servicefahrzeuge im Kundendienst, Fahrzeuge für Handwerker, LKWs für den Transport von Gerüsten oder Baumaterial.
  • Große oder kleine Flotten von LKWs in unterschiedlicher Größe für den regionalen und überregionalen Transport von Gütern; zum Beispiel Speditionen oder Lieferbetriebe.

Daneben gibt es den innerbetrieblichen Transport. Meist geht es dabei darum, Materialien, Betriebsstoffe oder Werkzeuge zu lagern und von einer Arbeitsstation zur nächsten zu transportieren. In den meisten Fällen erfolgt dies mithilfe von Gabelstaplern oder Flurförderfahrzeugen. Wenn davon viele im Einsatz sind, sollten auch sie im Rahmen des Fuhrparkmanagements geplant und gesteuert werden.

Zudem kann sich das Fuhrparkmanagement um weitere Transportmittel kümmern: Fahrräder für die private Nutzung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – als Bonus zum Gehalt. Fahrkarten für den Öffentlichen Nah- und Fernverkehr als Alternative für den Dienstwagen; aber auch Eisenbahnwagons, Schiffe oder Flugzeuge.