Organigramm erstellenAufbau und Aussehen eines Organigramms erarbeiten

Was sollten Sie bei der Planung eines Organigramms beachten? Was wird vorab geklärt? Welche Inhalte gehören überhaupt in ein Organigramm? Werden etwa Kunden im Organigramm abgebildet? Und wie detailliert muss das Organigramm sein? Gibt es Regeln, die eine feste Struktur vorgeben? Lesen Sie, wie Sie bei der Erstellung eines Organigramms vorgehen sollten. Mit Praxisteil und Vorlagen für die Umsetzung.

Was bildet ein Organigramm ab?

In Organigrammen zeigt sich, wie das Management alle Aufgaben im Unternehmen verteilt und wie dann die Zusammenarbeit in Form von Prozessen funktioniert. Organigramme sind demnach Abbildungen der Aufbauorganisation des Unternehmens.

Insofern finden Planung und Gestaltung der Organisation statt, bevor das Ergebnis in Form eines Organigramms dargestellt wird. Oft erfolgen beide aber gemeinsam, denn das Organigramm zeigt den jeweiligen Stand des Planungs- und Gestaltungsprozesses.

Wenn Sie ein Organigramm erarbeiten wollen, müssen Sie in zwei Schritten vorgehen:

  1. Differenzierung: Sie verteilen alle anstehenden Aufgaben auf Stellen.
  2. Integration: Sie legen fest, wie sich die einzelnen Stellen abstimmen sollen und wie die einzelnen Aufgaben ineinander greifen (Prozesse).

Die geeignete Organisationsform finden

Was Sie im Rahmen dieser beiden Schritte für Ihr Unternehmen dann im Einzelnen festlegen, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Maßgeblich sind:

  • Kultur und Leitbilder des Organisierens
  • Strategie Ihres Unternehmens
  • Geschäftsmodell und Leistungen (Produkte) Ihres Unternehmens

Oft sind es die vorhandene Unternehmenskultur sowie das Selbstverständnis eines Unternehmensgründers, des Managements oder der Eigentümer, die eine Organisation prägen. Diese werden beeinflusst von Leitbildern des Organisierens.

Beispielsweise war mit Frederick W. Taylor das Prinzip der starken Arbeitsteilung und funktionalen Zusammenfassung prägend. Später kamen andere Organisationsmodelle „in Mode“ wie die ausgeprägte Prozessorientierung mit Michael Hammer und James Champy (Business Process Reengineering) und der Lean Production-Philosophie.

Heute sprechen viele von agilen Organisationen. Diese Leitbilder finden sich oft auch in Organigrammen.