Resilienz stärkenResilienzfaktor Positive Emotionen: Das Gute sehen

Resiliente Menschen erleben nicht unbedingt weniger belastende Situationen als andere. Doch nehmen sie die positiven Ereignisse stärker und bewusster wahr. Unsere Übungen helfen Ihnen, mehr positive Ereignisse wahrzunehmen und negative Gedanken durch positive zu ersetzen.

Resiliente Menschen erleben nicht weniger Krisen als andere. Vielmehr nehmen sie Extremsituationen anders wahr und bewerten die Ereignisse anders – und zwar positiver.

Folgender Mechanismus ist dafür verantwortlich: Menschen, die häufiger positive Emotionen wie Freude, Stolz oder Zufriedenheit empfinden als negative Emotionen, freuen sich häufiger über Alltägliches. Sie werden von Außenstehenden wahrscheinlich als „glücklich“ bezeichnet. Diese Fähigkeit, das Gute zu sehen, hilft ihnen auch in schwierigen Situationen, nach dem Motto „Always look on the bright side of life!”, also „Schau immer auf die Sonnenseite des Lebens!“. Das heißt nicht, dass resiliente Menschen keine negativen Emotionen haben. Bei ihnen überwiegen eher die positiven beziehungsweise sie nehmen sie häufiger wahr. Es kommt also nicht auf die Intensität, sondern auf die Häufigkeit der positiven Emotionen an.

Resiliente Menschen beachten mehr positive Informationen

Menschen reagieren in vielen Situationen ganz automatisch. Frühere Erfahrungen sind dabei für deren individuelles Bewertungsmuster verantwortlich. Wenn resiliente Menschen die Informationen ihrer Umwelt verarbeiten, beachten sie mehr positive Informationen. Das können Kleinigkeiten sein wie ein gutes Mittagessen mit Kollegen oder die gemeinsame Kaffeepause. Wenn Informationen dann in schwierigen Situationen verarbeitet werden, verdrängen positive Emotionen automatisch die negativen. Resiliente Menschen finden also auch bei Stress oder Problemen Positives. 

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