SchlüsselqualifikationenComputerkompetenz und Informationskompetenz

Warum ist Computerkompetenz so wichtig? Welche Fähigkeiten werden dieser Kompetenz zugeordnet? Was versteht man unter Informationskompetenz? Und wie kann man die beiden Schlüsselkompetenzen verbessern? Welche Rolle Computerkompetenz und Informationskompetenz beim lebenslangen Lernen spielen, klären wir außerdem.

Computerkompetenz für Nutzung neuer Hard- und Software unabdingbar

Es gibt kaum noch einen Arbeitsbereich, der nicht mit einem Computer zu tun hat: Die Kasse im Supermarkt, die Steuerung einer Werkzeugmaschine oder die Kundenauftragsverwaltung – immer müssen die Mitarbeiter die Bedienung solcher Systeme lernen.

Kritisch wird es dann, wenn das Unternehmen neue Hard- oder Software anschafft. Dann heißt es für viele Mitarbeiter, so schnell wie möglich umlernen und umgewöhnen. Aber nur selten klappt das ohne Schwierigkeiten.

Mal ist die Technik noch nicht ausgereift, weil die Einführung schlecht vorbereitet ist und weil die Schulungen zu wenig auf die Teilnehmer ausgerichtet sind. Mal fehlen den Mitarbeitenden die notwendigen Computerkompetenzen, an die sich anknüpfen ließe.

Doch aus Sicht des Unternehmens gilt: Im Wettbewerb kann es ein entscheidender Erfolgsfaktor sein, wie schnell neue Techniken im eigenen Unternehmen eingeführt werden.

Wenn das neue Planungssystem, die Programmierung der Werkzeugmaschine oder die neue Bürosoftware nicht gleich beherrscht werden, kann ein Unternehmen wochenlang damit kämpfen.

Computerkompetenz als Schlüsselkompetenz

Sie selbst sollten Ihre Arbeitsgeräte beherrschen. Im Idealfall sind Sie Experte oder Expertin in Ihrem Aufgabenbereich und genauso kompetent im Umgang mit den Programmen, die Sie dafür brauchen. Das setzt Fachwissen voraus, aber auch die Bereitschaft und die Kompetenz, sich immer wieder in neue Techniken oder Programme einzuarbeiten.

Die Computerkompetenz wurde deshalb in den europäischen Referenzrahmen als eine Schlüsselkompetenz für das lebensbegleitende Lernen aufgenommen.

Was gehört zur Computerkompetenz?

Zur Computerkompetenz zählen die wichtigsten Computeranwendungen wie

  • Textverarbeitung
  • Tabellenkalkulation
  • Erstellen von Präsentationen
  • Umgang mit Kommunikationsanwendungen (E-Mail, Messenger-Systeme)
  • Umgang mit Datenbanken
  • Informationsspeicherung (Dateiablage im Netzwerk des Unternehmens oder in der Cloud)
  • Informationsmanagement (Informationen suchen und finden)
  • Cloudbasierte Systeme für die agile Teamarbeit
  • Datenschutz und Datensicherheit

Zur Computerkompetenz zählt aber auch das Verständnis der Chancen und Gefahren, die das Internet und die Kommunikation über elektronische Medien wie E-Mail und Netzanwendungen für die Arbeit und den Informationsaustausch mit sich bringen.

Noch immer sind die Anwender der Technik die größte Sicherheitslücke, wenn Hacker ins Firmennetz eindringen und Computerviren das IT-System lahmlegen.