ABC-AnalyseDie XYZ-Analyse im Zusammenspiel mit der ABC-Analyse

Wie bewerten Sie mit der XYZ-Analyse die Planbarkeit von Verbrauch und Bedarf? Und wie wird sie mit der ABC-Analyse kombiniert? Erfahren Sie anhand eines Beispiels, wie die XYZ-Analyse erstellt wird. Und: Lernen Sie, welche Strategien und Maßnahmen sich daraus für die Beschaffung und Lagerhaltung ableiten lassen. Mit Vorlagen im Praxisteil.

Wozu benötigt man die XYZ-Analyse?

Für die Beschaffung von Produkten, die Planung von Produktionsmengen und für andere logistische Fragstellungen wird die ABC-Analyse oft mit der XYZ-Analyse verknüpft. Während es bei der ABC-Analyse vor allem um Wert und Bedeutung von Kunden, Produkten, Lieferanten oder Einkaufsteilen geht, wird mit der XYZ-Analyse deren Planbarkeit und die Möglichkeit für Prognosen analysiert. Typische Fragstellungen sind:

  • Wie viele Produkte werden pro Monat oder Kalenderwoche verkauft?
  • Wie viel wird von einem Material oder Zukaufteil pro Monat oder Kalenderwoche benötigt?
  • Wie viel bestellt ein Kunde pro Monat oder Kalenderwoche?

Für die Planung von Lagerbestand, Einkauf oder Produktion wäre eine genaue Vorhersehbarkeit und Zuverlässigkeit der Bestellungen oder Bedarfe wünschenswert. In der Praxis ist das aber oft nicht möglich. Viele Ereignisse sind zufällig und treten im Verlauf eines Jahres mal mehr, mal weniger ein; es handelt sich um sogenannte stochastische Prozesse.

Typisch sind Sonderprodukte, die nur gelegentlich von Kunden gekauft werden oder saisonale Produkte, die nur zu bestimmten Jahreszeiten oder im Zusammenhang mit besonderen Ereignissen verkauft werden.

Deshalb werden die Produkte, Einkaufteile oder Kunden danach unterschieden, wie planbar oder unplanbar sie sind – um sie dann unterschiedlich zu managen. Dazu wird im Anschluss an die ABC-Analyse eine XYZ-Analyse durchgeführt, indem die Ereignisse und Prozesse einer X-, Y- oder Z-Klasse zugeordnet werden.