Bausteine für das Qualitätsmanagement nach ISO 9001Mit der Turtle-Methode arbeiten

Die Turtle-Methode sorgt für Einfachheit und Übersichtlichkeit. Dazu werden die wichtigsten Prozessmerkmale in einem Turtle-Diagramm zusammengefasst. Wie erstellt man ein Turtle-Diagramm? Welche W-Fragen sollten Sie stellen? Wir zeigen Ihnen, wie das Diagramm aussieht. Mit einer Anleitung und Beispielen.

Turtle-Methode für die Prozessanalyse

Die Prozessanalyse ist ein wesentlicher Baustein des Qualitätsmanagements. Die sogenannte Turtle-Methode ist eine Art der Visualisierung und Analyse von Prozessen und einzelner Prozessmerkmale.

Mit dem Turtle-Diagramm lassen sich diese Merkmale übersichtlich auf einer Seite darstellen. Nach ISO/TS 16949 und nach VDA, Band 6, Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie ist das Turtle-Diagramm eine Grundlage für das Qualitätsmanagement-Audit und die Zertifizierung.

Beschreibung und Analyse von Prozessen mit W-Fragen

Welche Informationen zu einem Prozess mit der Turtle-Methode erhoben und im Turtle-Diagramm dargestellt werden, hängt von der Komplexität des Prozesses und vom Zweck der Analyse ab. Auf jeden Fall werden die einzelnen Prozessaktivitäten oder Tätigkeiten benannt: „Was ist zu tun?“

Damit wird ein gewünschtes Prozessergebnis oder Resultat erzeugt; der Prozess-Output. Voraussetzung ist, dass der Prozess eine Eingabe erhält; der Prozess-Input. Ergänzt werden weitere Informationen anhand folgender W-Fragen:

  • Womit: Ressourcen
  • Wer/ mit wem: Verantwortliche, Beteiligte und Betroffene
  • Wofür/ wie gut: Ziele und Kennzahlen
  • Wie: Methoden, Verfahren und Anweisungen
  • Woher: Auslöser oder Quelle des Prozess-Inputs
  • Wohin: Weitergabe oder Nachfolger für den Prozess-Output