Bilanzkennzahlen analysieren und interpretierenBilanzkennzahlen zum Umlaufvermögen

Im Umlaufvermögen zeigt sich unter anderem, ob ein Unternehmen seine Prozesse im Griff hat und wie wirtschaftlich es kurzfristig agiert. Die Analyse des Umlaufvermögens in der Bilanz soll sichtbar machen, welche Lagerbestände und Kassenbestände für den laufenden Betrieb notwendig sind.

Prozesse beherrschen und Umlaufvermögen optimieren

Während das Anlagevermögen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens aufzeigt, macht das Umlaufvermögen den Erfolg im Tagesgeschäft sichtbar. Hier werden aktuelle Bestände an Material und Geld bewertet und abgebildet. Ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen muss eine Balance finden zwischen einem geringen Umlaufvermögen, das für Schlankheit und geringe Verschwendung spricht, und einem höheren Umlaufvermögen, mit dem das Unternehmen jederzeit seine Verpflichtungen erfüllen kann und Prozesse sicher macht.

Folgende Kennzahlen aus den Bilanzpositionen auf der Aktivseite im Umlaufvermögen können Sie mit den Excel-Vorlagen im Praxisteil darstellen, visualisieren, analysieren und bewerten.

Umlaufintensität oder Arbeitsintensität

Mit der Kennzahl Umlaufintensität oder Arbeitsintensität wird dargestellt, welchen Anteil das Umlaufvermögen am Gesamtvermögen hat. Das Umlaufvermögen ist im Allgemeinen kurzfristig im Unternehmen gebunden; es lässt sich meist flexibler aufbauen und wieder abbauen. Die Daten ergeben sich aus den Bilanzpositionen zum Umlaufvermögen. Sie werden über einen Zeitraum von fünf Jahren zusammengestellt und können so im Zeitvergleich analysiert werden. Außerdem können die Werte mit denen anderer Unternehmen verglichen werden; denn die Branche und andere Merkmale eines Unternehmens bestimmen den Wert der Kennzahl.