Design ThinkingDer Design-Thinking-Prozess und seine Phasen

Design Thinking läuft in mehreren Phasen ab. Sie werden nicht nur einmal durchlaufen, sondern mehrfach. Deshalb wird unterschieden zwischen dem Mikro-Prozess mit den einzelnen Design-Thinking-Phasen und dem Makro-Prozess als iterativer, sich wiederholender Prozess.

Iterative Vorgehensweise im Design-Thinking-Prozess

Die Design Thinking Pioniere haben ihre Wurzeln in der Informationstechnologie (IT). Dies zeigt sich an manchen Stellen und ist kein Nachteil – gerade in der IT sind Innovation und eine strukturierte Vorgangsweise gefragt. Die IT bezeichnet „Strukturierte Vorgangsweisen“ oftmals als Vorgehensmodelle. Diese empfehlen Vorgangsweisen, etwa zur erfolgreichen Erstellung eines Computerprogramms.

Ursprünglich gingen solche Vorgehensmodelle davon aus, dass ein Programm in einem Durchlauf erstellt wird. Der Prozess wird dann bloß einmal durchlaufen. Mit wachsender Komplexität, das heißt mit immer umfangreicheren Programmen, stießen diese Modelle jedoch an ihre Grenzen. Sogenannte iterative Vorgehensmodelle wurden entwickelt: Das Ziel – ein fertiges Programm – wird in mehreren Durchläufen, sogenannten Iterationen erreicht.

Design Thinking orientiert sich an iterativen Vorgehensmodellen. Der Design Thinking Prozess wird nicht bloß einmal durchlaufen, sondern mehrmals. Die Ergebnisse eines Durchlaufes werden in der Praxis getestet und die Resultate fließen in die nächste Iteration, den nächsten Durchlauf, ein.

Der Design-Thinking-Prozess an sich wird als Mikro-Prozess bezeichnet. Mehrere aufeinanderfolgende Durchläufe bilden den Makro-Prozess. Die Inhalte der beiden Prozesse und deren Zusammenspiel werden nachfolgend beschrieben. Der Design-Thinking-Prozess (in der Diktion hier der Design-Thinking-Mikro-Prozess) durchläuft die in Abbildung 1 dargestellten Phasen.

© Alexander Simon – www.business-wissen.de
Abbildung 1: Mikro-Prozess des Design Thinking