Arbeitstechniken für strukturiertes ArbeitenArbeiten mit Mindmaps

Mindmaps sind eine hilfreiche Form, um Gedanken zu notieren und zu visualisieren. Mit Mindmaps behalten Sie die Übersicht über viele Informationen, erkennen offene Punkte und kommen auf neue Ideen. Denn damit machen Sie aus Ihren Notizen gehirngerechte Bilder.

Aus Punktaufzählungen eine übersichtliche Mindmap machen

Wenn Sie sich Notizen machen, schreiben Sie wahrscheinlich Stichworte untereinander weg wie auf einer Einkaufsliste. Wenn Menschen ihre Gedanken zu Papier bringen, machen Sie das meistens in der Form einfacher Punktaufzählungen. Wie die Sprache sind herkömmliche Notiztechniken linear – und damit eingeschränkt.

Genauso einfach, aber viel übersichtlicher und anregender sind Notiztechniken, die aus Listen Bilder machen; sogenannte Mindmaps oder Gedankenbilder. Sie haben folgende Vorteile:

  • Schon beim Notieren können Sie Strukturen herausarbeiten, die den Überblick fördern.
  • Sie können bis zu 90 Prozent Zeit beim Notieren einsparen.
  • Es werden mehr „Denkareale“ im Gehirn angesprochen.
  • Sie sind förderlich für kreatives Denken.
  • Offene oder vergessene Punkte werden sichtbar.
  • Sie können sich durch die bildhafte Darstellung die Inhalte besser merken.

Mithilfe von Mindmaps können Sie komplexe Sachverhalte oder viele Informationen schnell und einfach in eine übersichtliche Struktur bringen. Durch das Mindmap-Bild behalten Sie trotzdem leicht den Überblick.

So funktioniert Mindmapping

Gehen Sie beim Mindmapping folgendermaßen vor:

  1. Auf einem Blatt malen Sie in der Mitte einen Kreis, in den Sie das Thema schreiben.
  2. Gliedern Sie nun alle Ihre Stichworte so, dass um den mittleren Kreis die nächsten Oberthemen angeordnet werden. Um diese Oberthemen gliedern sich die dazugehörigen Unterthemen etc.
  3. So entsteht ein Art Baum mit Ästen und Zweigen, die am Ende alle Stichworte zu Ihrem Thema in einer strukturierten Form abbilden.
  4. Dabei ist es gleichgültig, in welcher Reihenfolge die Stichworte kommen.
  5. Schreiben Sie immer deutlich und übersichtlich.
  6. Mit Pfeilen und Umkreisungen können Sie Zusammengehöriges besser sichtbar machen.
  7. Mit Farben und Symbolen können Sie ebenfalls Aspekte zusammenfassen oder hervorheben.
  8. Anschließend können Sie aus Ihrer Mindmap eine Prioritätenliste oder einen Maßnahmenplan erstellen.

Die folgende Abbildung 1 zeigt ein Beispiel für eine Mindmap:

Abbildung 1: Beispiel für ein Mindmap

Mindmaps können Sie auch leicht kombinieren, wenn es dann doch zu viele Informationen auf einer Seite sind. Machen Sie einfach aus einem Unterpunkt eine neue, untergeordnete Mindmap. So können ganze Mindmap-Landschaften entstehen, die Sie an Ihre Pinwand hängen können. So verlieren Sie nie den Überblick.

Schließlich können Sie auch die Redebeiträge in Meetings direkt in Mindmaps visualisieren und für alle sichtbar machen. Das setzt etwas Übung und Geschick mit Stift und Flipchart oder mit der passenden Mindmap-Software am PC oder Tablet voraus. Üben Sie!

Tipp: Beispiele für Mindmaps

Erfinder der Mindmaps ist Tony Buzan. Mehr von ihm und Beispiele dieser Arbeitstechnik finden Sie unter: http://www.tonybuzan.com

Mindmaps können sehr schnell und einfach mit Papier und Stift erstellt werden. Darüber hinaus gibt es Software, die das Erstellen unterstützt. Der Vorteil dabei: Änderungen sind schnell und einfach möglich und die Ausgabe ist mit wenigen Handgriffen professionell gestaltet. Solche Software-Tools für Mindmaps gibt es von vielen Anbietern für PC, Mac, Tablets und Smartphones. Weit verbreitet sind:

Praxis

Testen Sie, ob Mindmapping für Sie eine hilfreiche Arbeitstechnik ist. Probieren Sie es aus bei:

  • einem eigenen Brainstorming: alle Ideen als Mindmap auf Papier schreiben
  • Projektplanung: alle Punkte, die Sie beachten müssen als Mindmap visualisieren
  • Checkliste erstellen: alles, was Sie tun müssen als Mindmap-Ablauf

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Mindmaps eine Hilfe sind, um schnell Informationen zu Papier zu bringen und einen guten Überblick zu behalten, dann machen Sie das Mindmapping zu einer Standard-Arbeitsmethode für Ihre täglichen Aufgaben.

Üben Sie die Anwendung von Mindmaps. Die Technik lässt sich sehr schnell erlernen und anwenden. Der Nutzen ist sehr groß. Die folgende Vorlage wurde mit XMind erstellt. Sie können jedes andere Mindmapping-Programm nutzen. Probieren Sie aus, was Ihnen am besten passt.

Mindmapping hilft dabei, Ideen und Gedanken übersichtlich auf Papier zu bringen. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, dass es passende Einfälle sind. Wie Sie nicht in typische Denkfallen tappen, lesen Sie im nächsten Abschnitt.